Lebensweise

../Falke/np_wanderfalke_RainerSimonis.jpgFalken sind tag- und dämmerungsaktiv. Bei Falken ist in Zug- und Standortvögel zu unterscheiden. Die europäischen Falken sind entweder standortstreu oder sie ziehen in Bereiche vom Mittelmeerraum bis nach Südafrika. An letzteren Ort verlegt etwa der Baumfalke sein Habitat als klassischer Langstreckenzieher. Ab Ende September fliegt er gen Süden, um im April nach Mitteleuropa zurückzukehren.

Ein Kurzstreckenzieher oder Standortvogel ist zum Beispiel der Turmfalke, der hauptsächlich im Mittelmeerraum überwintert. Ist die Witterung entsprechend mild, verlässt er sein Brutgebiet manchmal gar nicht oder wechselt sein Habitat nur im Bereich weniger Kilometer.

Falken sind sogenannte Breitfrontzieher, das heißt, sie fliegen auf breiter Fläche, ohne sich an bestimmte Routen zu halten, in Richtung ihres Winter-Habitats. Zudem reisen sie nicht im Schwarm, sondern vereinzelt.

Der Baumfalke beginnt nach seiner Rückkehr aus Afrika etwa im Mai damit, sein Brutrevier zu besetzen. Nach der Brut Anfang Juni und der Aufzucht der Jungvögel verlässt er sein Revier wieder Richtung Süden.

Falken bauen, im Gegensatz zu anderen Greifvögeln, grundsätzlich keine Nester. Sie übernehmen bereits vorhandene Nester und Felsenmulden oder siedeln in Gebäuden, wie z.B. Türmen.